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Warum schmeckt alles anders?

Vielleicht bemerken Sie auch, dass Gerichte, die einst Ihre Favoriten waren, plötzlich zu süß sind oder Ihnen gar nicht mehr schmecken. Alles schmeckt irgendwie… anders. Damit sind Sie nicht allein. Warum das nach einer Magenoperation so häufig vorkommt, lesen Sie hier.

Rund 30 % der Menschen mit einem Schlauchmagen und rund 70 % derer mit einem Magenbypass nehmen eine veränderte Geschmackswahrnehmung wahr. Besonders süße und fettige Speisen werden dann als zu süß oder zu fettig empfunden. Dadurch schmecken sie einfach nicht mehr wirklich gut.

Viele von ihnen berichten außerdem, dass sie vor der Magenoperation echte Naschkatzen waren, nach dem Eingriff jedoch plötzlich herzhafte Speisen bevorzugen. Bei manchen ist es genau umgekehrt. Und das braucht eine gewisse Eingewöhnungszeit.


Was ist Geschmackswahrnehmung eigentlich?

Auf der gesamten Zunge befinden sich Geschmacksknospen. Diese Knospen nehmen die fünf Grundgeschmacksrichtungen süß, sauer, salzig, bitter und umami wahr. Anschließend senden sie ein Signal an das Gehirn. Essen Sie etwas Süßes, teilt Ihnen Ihr Gehirn mit, dass Sie etwas Süßes essen – und Sie erleben tatsächlich diesen herrlich süßen Geschmack.

Das Gehirn nutzt dabei auch andere Informationen, wie den Geruch und das Aussehen der Speise. Das Zusammenspiel aus Geschmacksknospen auf der Zunge, dem Aussehen, der Textur und dem Geruch des Essens bestimmt gemeinsam, wie es für Sie tatsächlich schmeckt.


An Geschmäcker gewöhnen

Wenn Sie viel von einem bestimmten Geschmack zu sich nehmen, passen sich Ihre Geschmacksknospen und Ihr Gehirn daran an. Durch diese Gewöhnung nehmen Sie den Geschmack immer schwächer wahr. Sie benötigen dann mehr davon, um ihn noch wahrnehmen und genießen zu können.

Ein geschmackloser Kreislauf

Viele Menschen mit ungesunder Ernährung essen beispielsweise häufig süße Speisen. Die Geschmacksknospen sind bereits so sehr an Süße gewöhnt, dass immer süßere Nahrung benötigt wird, um diesen Geschmack noch wahrnehmen und ein Sättigungsgefühl erzielen zu können. Dadurch gerät man in einen Kreislauf mit immer süßerem – und damit oft auch ungesünderem – Essen.

Warum verändert sich die Geschmackswahrnehmung durch eine Magenoperation?

Grund 1 – Neues Essen, neue Erfahrung:

Nach der Magenoperation reagiert der Magen sehr empfindlich auf bestimmte Lebensmittel. Sie werden bemerken, dass manche Speisen nicht gut verträglich sind und starke Übelkeit oder Schwindel verursachen können. Besonders zuckerreiche Nahrung wird häufig schlecht vertragen.

In Absprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Diätassistentin haben Sie außerdem einen Ernährungsplan mit gesunden Lebensmitteln erstellt, der die Gewichtsabnahme unterstützt. Dadurch essen Sie nach der Operation zweifellos anders als zuvor. Die meisten Menschen nehmen nach ihrer Magenoperation weniger zucker- und fettreiche Speisen zu sich.

Da die Süß-Geschmacksknospen durch die veränderte Ernährung weniger aktiv werden, kann süßes Essen plötzlich viel intensiver süß schmecken als früher. Sie werden besonders empfindlich gegenüber süßen Speisen – vor allem nach einem Magenbypass.

Von süß zu herzhaft

Da Sie sich so anders ernähren, müssen sich auch Ihre Geschmacksknospen erheblich anpassen. Wo ist all das süße Essen plötzlich geblieben? Die süßen Geschmacksknospen werden weniger aktiv, während andere Geschmacksknospen stärker aktiv werden. Ihre gesamte Geschmackswahrnehmung verändert sich. Und mit der Zeit kann Essen, das Ihnen früher nicht besonders gut geschmeckt hat, plötzlich durchaus lecker werden.

Grund 2 – Hormonelle Veränderungen:

Der Magen spielt auch eine wichtige Rolle bei der Produktion von Hormonen wie GLP-1 und Ghrelin. Diese Hormone regeln gemeinsam mit anderen Hormonen, wann Sie mit dem Essen beginnen und wann Sie aufhören. Das erleben Sie als Hungergefühl.

Diese Hormone beeinflussen nicht nur Ihr Hungergefühl, sondern auch Ihre Geschmackswahrnehmung. Nach Ihrer Magenoperation arbeiten Magen, Darm und Gehirn auf ganz andere Weise zusammen. Dadurch werden weniger dieser Hormone produziert. Infolgedessen schmecken besonders süße und fettige Speisen ganz anders als zuvor.

Können Sie etwas gegen die Geschmacksveränderung tun?

Leider lässt sich diese Veränderung kaum beeinflussen. Die veränderte Geschmackswahrnehmung kann nach einer Schlauchmagen-Operation einige Monate anhalten, bevor sie sich oft stabilisiert. Bei vielen Menschen mit einem Magenbypass ist sie jedoch dauerhaft.

Jeder Nachteil hat seinen Vorteil

Eine veränderte Geschmackswahrnehmung klingt vielleicht unangenehm. Der positive Aspekt ist jedoch, dass es durchaus von Vorteil sein kann, wenn zuckerreiche und fettige Speisen nicht mehr schmecken. Denn was nicht schmeckt, isst man nicht gerne – und das kann dabei helfen, gesündere Entscheidungen zu treffen und abzunehmen.

Geben Sie sich also die Zeit, sich an neue Geschmäcker zu gewöhnen, und freuen Sie sich darauf, zu entdecken, was Ihnen jetzt wirklich gut schmeckt.


Was tue ich, wenn mein Multivitaminpräparat mir nicht mehr schmeckt?

Haben Sie ein FitForMe-Multivitaminpräparat vor Ihrer Operation gekauft, das Ihnen danach nicht mehr schmeckt? Auch das kann durch die veränderte Geschmackswahrnehmung vorkommen. Nehmen Sie bitte Kontakt mit unserem Kundenservice auf. Wir helfen Ihnen gerne dabei herauszufinden, ob eine andere Variante besser zu Ihnen passt und Ihnen tatsächlich schmeckt.

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